Foto: Bärbel Miebach

Der Multipark ist gut für Sylt

Sylt ist eine Konstante in meinem Leben. Vollgepackt mit Erinnerungen aus meiner Kindheit, meiner Jugend und meiner mittlerweile schon etwas länger anhaltenden „Erwachsenheit“. Vorfreude, Abschalten, Batterien aufladen, Natur erleben, aktiv sein, sich „angekommen“ fühlen. Über die Jahrzehnte bleiben die Veränderungen der Insel nicht verborgen. Sie fallen umso mehr auf, wenn man zwischendurch immer mal wieder mit größerer Distanz die Insel betrachtet.

Seit nun schon einigen Jahren blicke ich immer öfter mit gemischten Gefühlen auf die Zukunft der Insel. Die Eindimensionalität, mit der die Insel von einem Immobilienprojekt zum nächsten hetzt, mit der dem goldenen Kalb des margenoptimierten Doppel-, Viertel-, gar Sechstelhausscheibenwahns gehuldigt wird, damit die gebuchte „Syltness“ im vermeintlichen „Friesenstil“ immer massenhafter angeboten werden kann, führt zunehmend zur Versiegelung der Insel. Und zwar nicht nur im engeren Wortsinn. Mitversiegelt wird die Möglichkeit, Insulanern bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Mitversiegelt wird zugleich der Boden für den nachhaltigen Erhalt gemeindlicher Strukturen, für ein normales alltägliches Leben der Sylter. Mitversiegelt wird damit über kurz oder lang auch der Charakter der Insel, das Unterscheidende und das Besondere.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin als Unternehmer für Wachstum, Fortschritt und Entwicklung. Ich bin gegen Stillstand und vor allem gegen eine Verbotsgesellschaft. Wachstum ist positiv, wenn er die Bevölkerung mitnimmt. Der geplante Multipark am Südwäldchen macht Hoffnung.
Endlich ein sportlich-vielseitiger Treffpunkt für alle. Für Sylter, für Gäste, für jung und alt. Gut erreichbar und fantastisch gelegen. Sportliche Aktivität und Dynamik an der frischen Luft waren noch nie so angesagt wir heute.

Skateboarden und BMX-Rad fahren (übrigens olympisch, genau wie das Surfen) passen zur Insel und zu ihrem relaxten Surfer-Image. Ein Skatepark auf Weltklasse-Niveau ist definitiv ein Highlight-Projekt mit Strahl- und Anziehungskraft weit über die Ufer der Insel hinaus.
Grundvoraussetzung für das Gelingen eines solchen Großprojektes ist die Zustimmung, der Rückhalt und die aktive Unterstützung durch die Bevölkerung, die Gemeinde und ihre Verwaltung, den Landkreis und nicht zuletzt auch die lokale Wirtschaft.

All das passt in der Gemeinde Hallbergmoos, nördlich von München, wo ich gemeinsam mit meinen Mitgründern die SURFTOWN® MUC, Europas größten Surfpark bauen werde (www.surftown.de). Politik, Bürgermeister, die kommunale Verwaltung und der Landkreis haben in diesem Projekt von Anfang an mit uns an einem Strang gezogen und Weitsicht bewiesen. Warum tun sie das? Weil sie sehen, dass es der Kommune wirtschaftlich und gesellschaftlich gut tut, wenn innovativ und jenseits von 08/15 in die Zukunft investiert wird.

Der Großraum München, fernab von Meer und Wellen hat eine starke und große Surfszene. Surfen steht für Jungbleiben in Körper und Geist. Surfen ist in und zieht weite Kreise. Das Gleiche gilt für Skaten und BMX-fahren.

Auf Sylt sehe ich exzellente Pläne für den Multipark. Ich sehe eine gut etablierte, jahrzehntealte, dennoch sehr dynamische Surfszene, die eins ist mit den Skatern der Insel. Ich wünsche allen Köpfen hinter dem zukunftsweisenden Projekt Multipark gutes Gelingen und eine glückliche Hand. Der Multipark wird Sylt und die Sylter bereichern: um eine tolle Location für Einwohner und Gäste, die zur Einmaligkeit der Insel beitragen wird.“

 

Conrad Albert, 53 Jahre, investiert mit seiner Beteiligungsgesellschaft OceanPeak Asset Management GmbH in Unternehmen aus den Bereichen Sport, Fashion, Nachhaltigkeit, Digital und Entertainment. Bis 2020 war der gebürtige Flensburger fast 20 Jahre als Manager in der Medienindustrie tätig, seit 2011 als Vorstand von ProSiebenSat.1 Media SE. Seine Passion für das Windsurfen und Wellenreiten begann 1979 auf Sylt und hat ihn bis heute nicht losgelassen.